Dienstag, 20. November 2012

It burns so tight

I met him at the disco, at the bar
His body was pure passion, like a star
One word and I was caught by his tongue
Can you see the colour of my thong?

We went into the chillout zone
like devil's on the heels
I pushed him down, cos we're alone
and fired up his steam

Uh... alright... it burns so tight
Uh... my god... I feel your might

What's in the name? I don't cajole,
remind the fire in my hole
five years later when I am rich
I'll lose my love to a young blonde bitch

I saw him on the playground, by the swing
Instantly I' m ready for a fling
cigarettes and vodka in the hedge
now it's time for living on the edge

I ripped his clothes off rapidly
we don't lose any time
before he thoght of sodomy
I melted down his rime

Oh... my god... it burns so tight
oh... my god... I feel your might

What's in the name? I don't cajole,
remind the fire in my hole
Eight years later when I'm eighteen
I've got no friends and no self esteem



(Dieser selbstkomponierte Song war der musikalische "Höhepunkt" in meinem ersten abendfüllenden Theaterstück "Teenage Roulette", uraufgeführt am 27. Oktober 2009 im Experimentiertheater Erlangen. David Guetta und Pitbull haben schon wegen der Rechte für einen Remix angefragt ^^)

Sonntag, 26. Februar 2012

Die Entfaltung meines Ichs

Ich hör Musik von meinem iPhone über beats-Kopfhörer
und fühle mich dabei total individualistisch


Ich kombiniere Couchtisch LACK mit der Schale IKEA STOCKHOLM
und fühle mich dabei total individualistisch


Ich bestelle schwarzen Tee mit Popping Boba Joghurt und Maracuja-Flavour
und fühle mich dabei total individualistisch

Sonntag, 29. Januar 2012

Kabbala und LIDL


Verbotene Liebe. Das gab es bei Schiller genauso wie heute. Und die Voraussetzungen dafür sind manchmal näher und einfacher als man denkt. Was wäre also, wenn...

Szene A
Tanja sitzt am Regietisch. Tonja tigert unruhig drum herum.

TONJA
Der Handel wird ernsthaft. Eine meiner Luisen kommt mit dem Tenor ins Geschrei. Der Präside bekommt Wind-

TANJA
Possen! Geschwätz! Was kann über dich kommen? Du gehst nur deiner Profession als Regisseur nach.

TONJA
Aber… nehmen kann er das Mädel nicht. Von Nehmen ist gar die Rede nicht. Also rein körperlich schon, aber... er darf es nicht. Das Mädel wäre sonst verschimpfiert auf ihr Leben lang.

TANJA
Nur nicht gleich mit der Tür ins Haus! Ich sprech ja nur, man müsst den Herrn Tenor nicht vor den Kopf stoßen, weil er doch des Präsiden Leibbursch ist.

TONJA
Ja, just eben darum muss die Sache noch heut auseinander. Der Präside muss es mir Dank wissen, wenn er ein rechtschaffener Mann ist. Ich werde mich bei Seiner Exzellenz im 1. Stock anmelden lassen und werde sprechen zu Seiner Exzellenz: Eh ich meine Hauptdarstellerin an so einen Schuft aus dem Chor wegwerfe, soll sie mir lieber - Gott verzeih mir’s... Ich heiße Preuß!

Beide ab.
  
Szene B
Daniel umkreist Caro, singt dabei die Harmonie aus „2 von Millionen von Sternen“

CARO
O, ohne Grenzen entsetzlich ist dieser Gedanke. Daniel! Dich zu verlieren! Doch... man verliert ja nur, was man besessen hat, und dein Herz... Ich will unserem Bündnis entsagen, das die Fugen der Verbindungswelt auseinander treiben und die allgemeine Ordnung zu Grunde stürzen würde.

DANIEL (hält mit dem Gesang inne)
Was? Wie? Caro, welche Anwandlung? Was ist das, Mädchen? Keinen Einwurf mehr, Liebe. Jeder Augenblick, den du an diesen Kummer verlorst, war deinem Jüngling gestohlen. Wir werden diese Kabalen durchbohren, alle diese eisernen Ketten des Vorurteils durchreißen. Du bist meine Caro. Ich liebe dich. Du sollst mir bleiben.

CARO
O, wie sehr fürchte ich ihn – diesen Präsiden.

DANIEL
Ich fürchte nichts. Gefahren werden meine Caro nur reizender machen.

CARO
O, du willst mich einschläfern, Daniel.

DANIEL
Nein, Caro. Beischläfern... 

Beide ab.

Szene C
PRÄSIDE
Ein ernsthaftes Attachement? Mein Leibbursch? Nein, Thomas, das macht Er mich nimmermehr glauben.

Thomas hebt stumm mit einem schelmischen Lächeln die Hände.

PRÄSIDE
Und noch gar eine aus der Theatergruppe? Eine der Darstellerinnen von Musikmeister Millers Tochter?

Thomas nickt.

PRÄSIDE
Hm, hübsch, das versteht sich. Das gefällt mir an meinem Leibbursch, dass er Geschmack hat. Aber ein Tenor und eine Theatertochter... Der bloße Verdacht schon bringt mich zum Rasen! Mein ganzer Einfluss ist dadurch in Gefahr. Thomas, wir müssen ihm das Mädchen irgendwie verdächtig machen. Aber wie…

Beide denken nach; Thomas flüstert dem Präsiden etwas lüstern ins Ohr. Den Präsiden durchfährt ein wohliger Schauer.

PRÄSIDE
Heureka! Wir diktieren ihr einen Brief an eine dritte Person in die Feder. An jemanden, der seinen Namen willig dafür hergibt und die Rolle ihres Liebhabers gut gegen den Tenor behaupten kann. Hm… ach, nehmen wir einfach einen von den Schuppes. Und dann spielen wir diesen Brief dem Tenor mit guter Art in die Hände. Ja, ja! Aber… wie können wir sie bequemen, das zu schreiben?

Thomas flüstert dem Präsiden erneut etwas ins Ohr; seine Erregung ist kaum noch zurückzuhalten.

PRÄSIDE
Genau! Wir setzen in aller Stille die Regisseurin und ihre Assistentin im Spinnhaus fest und geben dem Mädchen eine Zweitbesetzung vor, sprechen von spontanen Konzeptänderungen, und machen den Brief zur einzigen Bedingung ihrer Hauptrolle. Ja, dies Geweb’ ist satanisch fein. Ich bin so genial!

Beide ab.

Szene D
Tonja und Tanja am Regietisch. Thomas kommt herein und macht eine herrische Geste, woraufhin Tonja und Tanja sich selbst abführen.

TANJA (vor sich hin wimmernd)
O Erbarmung! Erbarmung!

TONJA
Gottlob! Da haben wir die Bescherung! – (Zu Tanja) Willst du dein Maul halten, blaues Donnermaul? Dass dich der Schwefelregen von Sodom...

Beide ab. Thomas bleibt triumphierend zurück und verzieht sich in den Hintergrund.

CARO (kommt herein)
Wo die Regisseurin bleibt? Sie versprach, in wenigen Minuten eine zu rauchen und schon sind fünf volle fürchterliche Stunden vorüber. Wenn ihr ein Unfall – wie wird mir? Warum geht mein Odem so ängstlich?

Sie bemerkt Thomas und erschrickt.

CARO
Was -

Thomas gebietet ihr zu schweigen. Er geht lässig zum Regietisch und legt dort Feder und Papier ab. Mit einer einladenden Geste weist er Caro zum Stuhl. Sie folgt gehorsam und beginnt wie ein Roboter aufs Blatt zu schreiben. Thomas diktiert ihr pathetisch pantomimisch im Hintergrund.

CARO (monoton wie ein Roboter)
Gnädiger. Herr. O. Mein. Gott. Nein. Nein. Diese. Lichtscheue. Botschaft. O schön. O herrlich. O Himmel. Mit Wollust. Aufs Rad. Flechten. Ihre. zärtliche. Luise.

Caro geht bestürzt ab. Thomas nimmt den Brief vom Tisch, hebt ihn in die Höhe und trägt ihn mit einem lauten diabolischen Lachen nach draußen.

Szene E
DANIEL (OFF)
Nein, es ist nicht möglich! Nicht möglich! Und doch! Es ist ihre Hand! Unmöglich! Nein!

Ein Schluchzen ist zu hören, danach ein Ploppen, ein zweites Ploppen und das Geräusch einer Weinflasche, die entkorkt wird. Kurz darauf kommt Daniel hereingetorkelt, in den Händen eine Flasche Burgunder und den Brief.

DANIEL (singt)
Langeweile besäuft sich -hicks- meilenweit... ich zähle die Ringe an meiner Hand... mit deiner rauen Engelszunge dringst du in mich ein... gewohnt an diese Folter sag ich Ja, meine Nein...

Daniel setzt sich an den Flügel, spielt eine Passage aus „Hungriges Herz“.

DANIEL (auf einmal schmetternd)
ES IST SO O-OHNE DI-HICH! ICH FIND ES WIDERLICH, ICH WILL DAS NICHT. DENKST  DU VIELLEICHT AUCH MAL AN MICH?!!

CARO (stürmt herein)
Daniel! Ein Dolch über dir und mir! (Dramatische Pose vorm Klavier)

DANIEL
Caro, schriebst du diesen Brief?

CARO
Glaubst du’s?

DANIEL
Schau mich an! Schriebst du diesen Brief?

CARO
Du glaubst es.

DANIEL
Schriebst du diesen Brief?

CARO
Ja, ich schrieb ihn.

DANIEL (näher zu Caro)
Schriebst du ihn?

CARO
Ja.

DANIEL (noch näher)
Schriebst du ihn?

CARO (lauter)
Ja!

DANIEL (erregt)
Schriebst du ihn?

CARO (laut und erregt)
Jaaa!

DANIEL (intensiv)
Schriebst du ihn?!

CARO
Ja! Ja!

DANIEL (wie kurz vorm Höhepunkt)
Schriebst du... diesen... Brief?

CARO (lustvoll stöhnend)
Bei Gott, jaaa, jaaaa, jaaaaaa!!!

(Pause)

DANIEL
Mein... ist so fieberisch. Ich brauche Kühlung. Willst du mir eine Flasche Almdudler zurecht machen?

CARO
O, aber... ich habe keinen Schlüssel.

DANIEL (zu Walther im Publikum)
Herr von Walter?

Mit Walthers Hilfe holt sie eine Flasche Almdudler aus der Theke und bringt sie Daniel, der inzwischen auf dem Regietisch sitzt. Er starrt die Flasche an.

DANIEL
Ich brauche Ablenkung.

CARO
O, gerne. Soll ich einen Gang auf dem Fortepiano machen, das aussieht wie ein Flügel?

Sie setzt sich an den Flügel und spielt irgendetwas. Daniel streut derweil ein Tütchen „Dr. Oetkers Giftmischung“ ins Almdudler.

DANIEL (gedankenverloren beim Einstreuen)
Thore sind’s, die von ewiger Liebe schwatzen. (Als Caro mit Spielen fertig ist) Top, Caro. (Pause) Vielleicht, dass meine verlorene Hure sich in einem Bordell wieder finden lässt...

CARO
Was?

DANIEL
Nichts. (Mit gespielter Ratlosigkeit) Du, ich glaube, das Almdudler ist abgelaufen, ist schon ganz matt. Versuchst du mal?

CARO
O, aber Almdudler kann doch nicht ablaufen, oder?

DANIEL
Versuche!

CARO
O, ja gut. (Nimmt einen Schluck) Also... die Limonade ist gut. Nur eis-

DANIEL
Eis-eis-eis-eis

CARO
Eiskalt.

DANIEL
Na dann, wohl bekomm’s. (Nimmt ebenfalls einen Schluck) O mich däucht, die ganze Verbindung sollte den Flor anlegen und über das Beispiel betreten sein, das in ihrer Mitte geschieht.

CARO
O Mein Gott! Wie wird dir?

DANIEL
Heiß und enge... ich erliege...

CARO
O! Dass es so weit kommen musste!

DANIEL
Komm, noch einmal Luise! – Noch einmal wie am Tag unseres ersten Kusses.

CARO
Mir wird sehr übel.

DANIEL
Na komm, wir werden sowieso nicht mehr aus diesem Zimmer gehen.

CARO
Was?

Daniel holt das Tütchen hervor.

CARO (schockiert)
Gift!

DANIEL
So fürchte ich. Das Almdudler war ein Abnippler.

CARO
O, Daniel! Mein junges Leben und keine Rettung! Muss ich denn jetzt schon dahin?

DANIEL
Keine Rettung. Aber sei ruhig, wir machen die Reise zusammen.

CARO
O, dann kann ich nicht mehr schweigen. Daniel – Dieser Brief... man zwang mich! Der Theaterwart hat ihn diktiert.

DANIEL
Ha! Dieser Brief! Gottlob! Jetzt habe ich all meine Mannheit wieder.

CARO
Zu spät, Daniel. Ich sterbe – fasse dich, ein entsetzliches Wort zu hören – unschuldig. Adieu.

Sie stirbt hochdramatisch auf dem Regietisch.

DANIEL
Kalt, kalt und... feucht. Ihre Seele ist dahin. Gleich werden wir uns wieder sehen, Caro. (Pause) Aber vorher...

Daniel beginnt seine Hose aufzuknöpfen. In diesem Moment stürmen Tonja, Tanja, Thomas und der Präside herein.

TONJA, TANJA, PRÄSIDE, THOMAS
O! Mein! Gott!

ENDE

Dienstag, 10. Januar 2012

Das Ausscheidergedicht

Im Dreck gesessen,
aus Pötten gefressen,
das Rohr durchgezogen,
den Hering verborgen.

So sind Pioniere,
die von der Zwoten;
stark wie die Stiere,
immer was geboten.

Die Stuben gereinigt,
von Uffzen gepeinigt,
die Streife gelaufen
und ständig am Saufen.

So sind Pioniere,
die von der Zwoten;
hörig dem Biere,
immer was geboten.

Der Kleidung entledigt,
auf Wänden verewigt,
die Papiere zerfetzt
und in den Marsch gesetzt.

So sind die Ausscheider,
die von der Zwoten.
Das Leben geht weiter,
auch ohne die hiesigen Despoten.

AUS IS'!

(Veröffentlicht am 31. März 2005 am Schwarzen Brett des 2.sPiBtl/12 in der Mainfranken-Kaserne Volkach; hat mir tatsächlich noch am letzten Tag meines Grundwehrdienstes einen Besuch beim Spieß beschert, der in diesem Gedicht fast schon zersetzende Tendenzen gesehen hat. Da sieht man mal, wie es beim Bund um das Geistige beschert ist)

Sonntag, 8. Januar 2012

Fridericiana Schreit Ficken

ANSAGER: Hallo! Hallo Sie! Wollen Sie Bursch in einer busischen Vermindung werden? In einem willigen Bohnheimzimmer leben? In einem chemischten Gor mitsingen? Oder mit feilen Grauen Speater thielen? Aktionswochen bei Fridericiana Schreit Ficken!

CHEF (an der Theke): Hallo und herzlich willkommen bei Fridericiana Schreit Ficken, der Verbindung, in der man gerne mal- (Assistentin kommt wütend herein) Sag mal, was soll das denn jetzt? Ich halte hier gerade eine richtige Wede.

ASSISTENTIN: Ich habe die Vase noll. Seit Schunden stufte ich hier in der Küche, ohne dass mich mal ein Lann abmöst. Das ist ja schlimmer als im miefsten Tittelalter.

CHEF: Hallo, das ist ein Bännermund. Hier kochen meine Känner. Darum frümmern sich die Kauen. Los, jetzt sofort kurück in die Züche, sonst werde ich aber bächtig möse, aber bächtig möse. (PauseKommen wir zu unserer aufenden Laktion. Sie können Glitmied werden. In einer akamedisch-kusimalischen Verbindung. Und dort als Präside eine ordentliche Schneipe klagen. Ja, Sie! Sie! Oder vielleicht sogar Sie! Na, dürfte ich Sie mal hier an die Bheke titten?

GAST: Aber gerne.

CHEF: Sind Sie interessiert an einem Bebenslund?

GAST: Ja klar, solange ich kafür deine Hau freiraten muss.

CHEF: Dann beantworten Sie diese frimple Sage. Was ist das pritte Drinzip der AMV neben Fried und Leundschaft?

GAST (grüblerisch): Fried und Leundschaft... Fried und Leundschaft...

CHEF: Na na na?

GAST: Ich hab’s! Latervand.

CHEF: Latervand ist richtig! Glückwunsch! Damit haben sie die Glitmiedschaft gewonnen!

GAST: Wahnsinn, ich kann mein Fück kaum glassen. Ich fratze vor Pleude.

CHEF: Ja, aber sind Sie denn überhaupt busisch megabt?

GAST: Natürlich, ich kann Querklöte und Flavier spielen.

CHEF: Er kann Querklöte und Flavier. Na, das hat er aber gefickt eingeschädelt.


(Uraufgeführt in der AMV Fridericiana Erlangen beim Abschluss der musischen Gruppen, 5.2.2009)

Einführung

Alles, was sich die letzten Jahre oder gar Jahrzehnte an Epik, Lyrik und Dramatik angehäuft hat, möchte ich hier nach und nach in einer Art Privatsammlung sammeln. Genauso werden sich in Zukunft hier die Gedanken sammeln, die abseits meiner Arbeit dringend literarisch verarbeitet werden müssen. Seid gespannt!